seins, meins -weg

Sie können sich auf mich verlassen!

Trauert man um einen geliebten Menschen, ist es besonders schwer sich mit den Fallstricken des Erbrechts auseinander zu setzen. Dabei entstehen gerade in diesen Fällen die häufigsten und kompliziertesten Familienkonflikte.

Ich helfe Ihnen bei der Klärung aller Fragen des Erbrechts. Von der Aufsetzung Ihres Testaments bis zur Durchsetzung Ihres Erbanspruchs

Erb- und Pflichtteilsrecht

Vorsicht Ausschlag!

Durch kaum eine andere Möglichkeit des Rechts kann man Vermögen erwerben, ohne dafür etwas tun zu müssen: Eine Erbschaft geht – so will es das deutsche Erbrecht - auf den oder die berufenen Erben ohne deren Zutun über. Quasi von selbst wird das Erbe zum Zeitpunkt des Erbfalls ohne Wissen und Willen des Erben erworben. Aus diesem Grunde räumt das Gesetz dem Erben das Recht ein, sich dieses Erbes durch Ausschlagung wieder zu entledigen.Verschiedene Gründe können dafür sprechen, das Erbe auszuschlagen. Dabei sind einige Verhaltensregeln zu beherzigen und man darf nicht zu lange überlegen.

Gründe für eine Ausschlagung können etwa die Überschuldung des Nachlasses sein, oder weil möglicherweise die güterrechtliche Lösung der erbrechtlichen beim Zugewinnausgleich vorzuziehen ist. Auch steuerrechtliche Gründe können dafür sprechen, weil etwa ein doppelter erbschaftssteuerrechtlicher Vorgang vermieden werden soll oder günstigere Freibeträge und Steuersätze bei der Erbschaftssteuer angewendet werden können. Möglicherweise soll eher der Pflichtteil geltend gemacht werden, wenn der Erbe als Pflichtteilsberechtigter durch Testament berufen wurde. Letztlich können auch persönliche Gründe für die Ausschlagung sprechen.

Ist die Erbschaft angenommen worden, kann sie nicht mehr ausgeschlagen werden, etwa weil der Erbe jetzt aus irgendwelchen Gründen das Erbe nicht mehr will. Die Annahmeerklärung, die ausdrücklich, aber auch durch ein schlüssiges Handeln abgegeben werden kann, führt, von Ausnahmen der Anfechtungsmöglichkeit abgesehen, zum Verlust des Ausschlagungsrechts. Dadurch wird dem berufenen Erben die Möglichkeit genommen zu überlegen, innerhalb der ohnehin sehr kurz bemessenen Ausschlagungsfrist zu überlegen, ob es nicht besser ist, die Erbschaft auszuschlagen.

Wichtig ist auch, auf die Auschlagungsfrist zu achten – ist diese abgelaufen, kann die Erbschaft ebenfalls nicht mehr ausgeschlagen werden. Die Frist, innerhalb der eine Ausschlagung möglich ist, beträgt in der Regel sechs Wochen. Sie beginnt mit dem Zeitpunkt, mit dem der Erbe Kenntnis von zwei Tatsachen erlangt: zum einen davon, daß der Erblasser verstorben ist, daß also eine Erbschaft angefallen ist; zum anderen davon, aus welchem Grunde die Erbschaftsstellung erfolgt ist, ob er kraft Gesetzes oder durch eine letztwillige Verfügung, also Testament oder Erbvertrag, Erbe geworden ist. Im letzteren Fall ist zusätzlich erforderlich, daß die Verfügung verkündet wurde, sie also dem als Erbe berufenen amtlich kund gemacht wird. Die Frist läuft für jeden Erben gesondert, so daß möglicherweise ein schnelles Handeln erforderlich wird, um alle Gesichtspunkte des Für und Wider einer Annahme oder Ausschlagung in die Überlegung innerhalb der doch recht kurzen Frist einfließen lassen zu können.

Die Ausschlagung erfordert eine bestimmte Form: sie ist durch Erklärung gegenüber dem Nachlaßgericht durch Niederschrift oder in öffentlich beglaubigter Form abzugeben. Ausschließlich zuständig ist das Nachlaßgericht, das sich beim Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Erblassers findet.

Die Ausschlagung hat zur Folge, daß Erbanfall an den Ausschlagenden niemals erfolgt ist.